Das Anbaugebiet Wiesmoor

Mitten im Herzen Ostfrieslands und ca. 25 km von der Nordseeküste entfernt liegt das Wiesmoorer Baumschulanbaugebiet. Wo sich vor nicht einmal 100 Jahren reine Hochmoorflächen befanden, ist im Laufe der Zeit eine ca. 12.000 Einwohner zählende Gemeinde von nicht geringer gartenbaulicher Bedeutung entstanden.

Aus Sicht der Gehölzproduktion handelt es sich um ein völlig eigenständiges Anbaugebiet, das in der Lage ist, die gesamte Sortimentsbreite von der Jungpflanze bis zum Solitär anzubieten.

Der Vorteil der Wiesmoorer-Baumschulen liegt im klimatischen Bereich. Die großen Wassermassen der Nordsee erwärmen sich im Sommer nicht so schnell, kühlen aber auch im Winter nicht so stark ab, wie das umliegende Land (Wasser besitzt von allen in der Natur vorkommenden Stoffen die höchste Wärmehaltekraft). Dem entsprechend fallen die niedrigen Extremtemperaturen in diesen Gegenden weniger stark aus.

Durch den fast immer gehenden Wind und bei einer durchschnittlichen Niederschlagsmenge von ca. 780 mm pro Jahr in Verbindung mit den Früh- und Spätfrösten erhalten unsere Kunden ausgesprochen abgehärtete Pflanzen aus dem Wiesmoorer-Baumschulgebiet, die fast für alle Standorte geeignet sind. Eine Stärke, speziell bei den Freilandbaumschulen auf den Hochmoorstandorten, ist der feste Ballen, dessen guter Ruf in ganz Deutschland bekannt ist.

Ein weiteres Markenzeichen des Anbaugebietes ist die Produktvielfalt. Ob Erica calluna Steckling, Jungpflanze mit oder ohne Ballen, Rhododendron und Azaleen in allen Größen, Koniferen und Laubgehölze, Bodendecker, Besonderheiten, Formgehölze und Alleebäume.